PSA gegen Ertrinken

PSA gegen Ertrinken

Wir unterstützen Sie bei der Auswahl einer geeigneten Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) gegen die Gefahr des Ertrinkens im gewerblichen Bereich.

PSA gegen Ertrinken sind gemäß der 8. Verordnung zum Gerätesicherheitsgesetz mit dem CE Zeichen versehen und in die Kategorie III einzuordnen. Innerhalb der europäischen Gemeinschaft dürfen nur EG-baumustergeprüfte und normgerechte Ausrüstungen verwendet werden.

Vor dem Einsatz einer PSA gegen Ertrinken hat der Unternehmer eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Dabei ist eine unmittelbare* und eine mittelbare* Gefährdung sowie eine eventuelle Beeinträchtigung der Schutzwirkung einer ausgewählten PSA (z.B. chemische oder thermische Einflüsse) zu berücksichtigen. Es ist vorrangig zu prüfen, ob Gefahren durch kollektive und/oder organisatorische Maßnahmen vermieden oder eingeschränkt werden können.

Da auf Grund einer Gefährdungsermittlung davon ausgegangen werden muss, dass der Benutzer unerwartet und bewegungsunfähig abstürzt, sind grundsätzlich automatisch wirkende Rettungswesten einzusetzen.

Als PSA gegen Ertrinken wird zwischen Rettungswesten und Schwimmhilfen unterschieden.

Schwimmhilfen dürfen nur unter bestimmten, genau definierten Bedingungen eingesetzt und benutzt werden und ersetzen keine Rettungswesten.

Rettungswesten sind Auftriebmittel die einen definierten und ausreichenden Auftrieb erzeugen um eine Person in einer stabilen Schwimmlage zu halten. Rettungswesten und Schwimmhilfen werden in Europäischen Normen definiert und unterscheiden sich diesbezüglich wie folgt:
 

  • 50 N (Newton) Schwimmhilfe nach DIN EN 393 (Rettungswesten und Schwimmhilfen; hier: Schwimmhilfen, 50 N) haben einen Auftrieb von mindestens 50 N für Erwachsene. Sie werden zur Wasserrettung von Personen durch Dritte eingesetzt und sind nicht zur Eigenrettung geeignet.
  • 100 N Rettungsweste nach DIN EN 395 (Rettungswesten und Schwimmhilfen; hier: Rettungswesten, 100 N) haben einen Auftrieb von mindestens 100 N für Erwachsene und sind zur Verwendung in verhältnismäßig geschützten Gewässern und Binnengewässern bestimmt.
  • 150 N Rettungsweste nach DIN EN 396 (Rettungswesten und Schwimmhilfen; hier: Rettungswesten, 150 N) haben einen Auftrieb von mindestens 150 N für Erwachsene und sind für den Gebrauch in Küstengewässern oder beim gleichzeitigen Tragen von Wetterschutzkleidung bestimmt.
  • 275 N Rettungsweste nach DIN EN 399 (Rettungswesten und Schwimmhilfen; hier: Rettungswesten, 275 N) haben einen Auftrieb von mindestens 150 N für Erwachsene und sind für die Verwendung im Meer unter extremen Bedingungen vorgesehen. Außerdem sind sie für den Fall vorgesehen, dass schwere Schutzkleidung oder Lasten am Körper getragen werden (z.B. Werkzeuggürtel, Atemschutzgeräte usw.).

Als Basis für die Auswahl von geeigneter PSA gegen Ertrinken kann die Berufsgenossenschaftliche Regel 201* (BGR 201) „Einsatz von PSA gegen Ertrinken“ herangezogen werden.

* Definitionen und Erläuterungen auf Anfrage

Kadematic